Qualität hat seinen Preis. Im Gegensatz zu vielen anderen Materialien sind Rauriser Kristallmarmor...

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die Geschichte von Rauriser Marmor und Quarzit

SEIT DEN 50er JAHREN KOMPETENZ UND ERFAHRUNG MIT NATURSTEIN

In den 50-er Jahren begann der Großvater des heutigen Firmeninhabers Johann Lohninger auf seiner Alm den grünen Rauriser Naturstein abzubauen. Der hellgrüne Quarzit wurde mittels reiner Handarbeit gewonnen und zu unregelmäßigen Platten gespalten und auf den Wegen, Terrassen und Umgängen um seinen Bauernhof verlegt. Die ansprechend schöne Farbe - das helle, glitzernde Grün - und seine gute Spaltbarkeit weckten Aufmerksamkeit und es entwickelte sich rasch eine größere Nachfrage nach den Spaltplatten.

Er entschied sich daher, diesen Stein in größerem Umfang abzubauen und im Jahre 1958 wurde die erste Abbaugenehmigung durch die Bezirkshauptmannschaft in Zell am See erteilt. Die Johann Lohninger OHG konnte ihre ersten größeren Lieferungen und auch die ersten Exportgeschäfte nach Deutschland tätigen.
Diese Firma wurde durch den Sohn des Gründers Johann Lohninger jun. (jetzt sen.) geführt und weiter ausgebaut. 1963 wurde man durch den Bau eines Forst- und Almweges auf das Marmorvorkommen in der Hochalm auf 1900 m Seehöhe aufmerksam. Nach Prüfung der Qualität wurden der Abbau und der Betrieb auch im Marmorbruch aufgenommen.

Bis Mitte der 70er Jahre wurden hauptsächlich unregelmäßige Spaltplatten und Mauersteine, in vorwiegend händischer Spaltarbeit, erzeugt. Damals arbeiteten bis zu 65 Personen in der Johann Lohninger OHG. 1967 wurde schließlich im Eigenbau die erste hydraulische Steinspaltmaschine Österreichs konstruiert und gebaut. Diese Maschine war damals eine der modernsten in Europa. 1969 wurde mit dem Zuschneiden der Spaltplatten mittels Kreissägen begonnen.

1985 wurde die Entscheidung getroffen, sich ausschließlich auf die Produktion von Naturstein zu verlagern Bis dahin hatte der Betrieb immer noch die drei Produktionszweige: Landwirtschaft, Holzproduktion und Natursteinabbau.
1987 wurde die erste Blocksäge in Betrieb genommen und somit der Grundstein für die heutige Produktpalette gelegt.
Die ersten Versuche das Marmormaterial auch in geschnittener Form am Markt anzubieten wurden in Italien gemacht. Johann Lohninger fuhr mit einem LKW-Zug voller Marmorblöcke nach Italien und suchte vor Ort Firmen, die bereit waren, dieses Material versuchsweise zu schneiden. Das misslang jedoch gänzlich, da die italienischen Maschinen nicht für so hartes Material ausgelegt waren. Die herkömmlichen Marmorkreissägen, die den italienischen Marmor „wie Butter“ geschnitten hatten, blieben beim Rauriser Marmor einfach stecken!
Nach etlichen gescheiterten Versuchen mit Marmorkreissägen wurden schließlich mit Granitkreissägen die ersten Platten gesägt. Mit dem Kauf einer auf das Rauriser Material abgestimmten Block-Kreissäge, die mehr als die doppelte Antriebsleistung der italienischen Maschinen hat und  in Zusammenarbeit mit der deutschen Firma Koken (Diamantwerkzeugehersteller im Oberschwäbischen Röthenbach) gelang es den Rauriser Marmor und Quarzit wirtschaftlich zu erzeugen.
Heute liegt der Schwerpunkt zu 80 % auf gesägten Produkten. Dennoch ist in einigen Bereichen auch heute noch die Handspaltung die wirtschaftlichste Lösung.